Digitalisierung in der Medizintechnik. Unsere Lösung hilft dem Service bei der Gerätewartung in Krankenhäusern.

iOS API Smartphone
Die KARL STORZ Service App ist eine mobile Lösung, die den Wartungsprozess medizintechnischer Geräte, wie bspw. Endoskope, digitalisiert. Um den Prozess zu automatisieren, steuert die mobile Software die Kommunikation zwischen dem Remote Service und dem medizintechnischen Endgerät. Die Service App bildet die Schnittstelle zwischen dem Server und dem Gerät, weist auf verfügbare Updates hin, kann das Gerät für Updates vorbereiten, übernimmt die Dokumentation, bzw. zeigt technische Beschreibungen und sendet die Reports zurück an den Server.

Die Herausforderung

Für die Wartung der Geräte ist KARL STORZ zuständig. Bis dato müssen weltweit Servicetechniker die Software-Updates manuell durchführen. Das analoge Management der Gerätewartung ist bei der Vielzahl von unterschiedlichsten Geräten in den Krankenhäusern eine unüberschaubare Herausforderung.

Die Lösung

Wir entwickelten eine digitale Lösung, die die Gerätewartung bei der KARL STORZ SE vereinfacht. Die Individualsoftware automatisiert den Management-Prozess, um die Arbeit der Servicetechniker zu erleichtern. Die vollautomatisierte Steuerung des Update-Managements schont Ressourcen und schafft Kapazitäten.

Zusätzliche Information

Das international agierende Unternehmen KARL STORZ SE & Co. KG produziert und vertreibt seit über 75 Jahren medizintechnische Produkte für die Humanmedizin. Mittlerweile gilt das Familienunternehmen als führender Hersteller im Bereich der Endoskopie und beschäftigt ca. 8.000 Mitarbeiter weltweit. KARL STORZ arbeitet konstant an der Modernisierung der Medizintechnik, insbesondere an der Vernetzung der OP-Räume. Der nächste große Schritt ist die Digitalisierung der Gerätewartung. Für diese Challenge engagierte uns der Kunde.

Herangehensweise: Schlank und effektiv

Der Entwicklungsprozess bestand aus dem Design der Benutzeroberfläche (UI), dem Design der Software-Architektur, der Vorbereitung der Datenverarbeitung und der Implementierung. Bei der App-Entwicklung wurde Swift als Programmiersprache eingesetzt, sowie der Jenkins CI, die automatisiert Builds und Softwaretest durchführt, um am Ende die Entwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen.

Mit State-of-the-Art Tools wie „Jenkins CI“ optimieren wir den Entwicklungsprozess.

Insbesondere im Gesundheitssektor ist der Schutz der Daten essenziell. Daher legten wir das größte Augenmerk bei der Softwareentwicklung auf die Sicherheit. Wir verwendeten unter anderem aktuelle Public-Key-Authentifizierungsverfahren mit digitalen Signaturen in der Kommunikation zwischen den Endgeräten. Da die App nur für interne Service-Mitarbeiter entwickelt wurde, nutzen wir als Mobile Device Management (MDM)-Lösung AirWatch für das Deployment und decken damit entsprechende Mobile Security-Richtlinien ab.

Die Herausforderung bei der Softwareentwicklung bestand darin, die Kommunikation zwischen den medizintechnischen Geräten und dem Smartphone herzustellen. Die Schwierigkeit lag unter anderem darin, ein überschaubares und einheitliches System zu entwickeln. Bis dato war nicht zentral erfasst, welche Firmware Version auf welchem Gerät installiert ist. Mit der Service App gelingt es uns dem Kunden eine Software zu bieten, die immer die aktuelle Firmware lädt und den Status der Aktualisierung zurück an den Server spielt.

Die Service App gibt eine geschützte API für das OP-Gerät frei, mit der das Gerät somit auf indirektem Weg beim Remote-Server nach Updates fragen, oder seinen Status an den Server senden kann. Voraussetzung hierfür ist, dass die richtigen Identifier des Geräts an den Server kommuniziert werden, damit der Server das Gerät erkennt. Da die OP-Geräte unterschiedliche IP-Adressen haben können, mussten wir einen Weg finden, die jeweilige Adresse des Geräts an die App und schlussendlich den Server zu übertragen. Damit die Endgeräte die Anwendung im Netzwerk finden konnten, implementierten wir das Bonjour Protokoll innerhalb der App.