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Sarah Miedreich - 02. October 2018 - 14 Minuten fürs Lesen


Mobile Apps sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, ob Spiele-, Fitness- oder Organisations-Apps. Der Markt für mobile Applikationen boomt und ist noch lange nicht gesättigt. Statistiken belegen das Branchen-Wachstum der App-Entwicklung. Der Umsatz im Segment Apps beträgt 2018 etwa 2.454 Mio. €. Laut Prognose wird im Jahr 2022 ein Marktvolumen von 3.583 Mio. € erreicht; dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 9,9 %.

Statistik Umsatz im Markt App-Entwicklung

Die Auswirkungen der Digitalisierung sind in jeder Branche sichtbar. Viele Unternehmen eröffnen neue Geschäftswege und müssen eigene Apps entwickeln. Dabei müssen sie entscheiden, ob mit eigenen Entwicklern (Inhouse) oder als Auftrag an eine Agentur.
Doch welche Aspekte spielen bei der mobilen App-Entwicklung eine wichtige Rolle? Eine grundlegende Übersicht gibt Ihnen dieser Blogartikel, der die wichtigsten Anforderungen bei der App-Entwicklung zusammenfasst.

1. Konzeption von Apps

“Ich habe ein grobes Konzept”, lautet oft die Aussage der Auftraggeber für die Entwicklung einer App. Mit dieser Situation wird auch unsere eigene App-Agentur in Stuttgart bei neuen Kundenaufträgen konfrontiert.
Hier tritt das erste Problem auf: Ohne eine klare und definierte Idee, kann weder ein Gerüst, noch ein gutes und sauberes Konzept als Basis für die App-Entwicklung entstehen.

Generell gilt: Eine gute App bringt Lösungen mit sich und vereinfacht Prozesse. Das bedeutet, die Ideenfindung und Konzeption bilden die Basis zum Erfolg. Die Vorstellungen zu der App müssen vom Auftraggeber präzise geäußert werden, sodass wir als Stuttgarter Software-Entwicklung Dienstleister ein klares Bild vom Projekt und dem Ziel bekommen. Die Idee kann auch gemeinsam von Auftraggeber und Agentur entwickelt werden, bedarf aber eines gemeinsamen Arbeits- und Abstimmungsprozesses. Hier muss sichergestellt werden, dass sowohl der Entwickler als auch der Auftraggeber ein gemeinsames Verständnis vom bevorstehenden Projekt und dem Lösungsweg haben. Denn nur durch intensive Kommunikation und Austausch kann eine enge und erfolgversprechende Zusammenarbeit erreicht werden.

Nach der Ideenfindung können anschließend einfache Skizzen entworfen werden, anhand derer ein Konzept entwickelt wird. Bei der Konzeption müssen mehrere Punkte geklärt werden:

  • Definition von Personas: Was sind die Wünsche, Anforderungen und Nutzungsmotive?
  • Was soll das Alleinstellungsmerkmal (USP) der App sein?
  • Wie viel Zeit, Budget und Personal stehen zur Entwicklung zur Verfügung?

Alle Anforderungen müssen in einem Briefing zusammengefasst werden. Dieses erhält die Agentur vom Auftraggeber.

Wichtig: Bei Entwicklung neuer Apps muss der Nutzer immer im Mittelpunkt stehen, seine Wünsche, Anforderungen und Nutzungsmotive. Um die Zielgruppe besser zu verstehen, ist es vorteilhaft konkrete Beispielnutzer auszuwählen, anhand derer die Wünsche / Bedürfnisse identifiziert werden können.

2. Evaluation

Nachdem das Konzept steht, werden von unserem UX Designer Wireframes erstellt. Das Wireframe dient einerseits dazu die Funktionalitäten eines Produktes, aber auch die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Screens, zu beschreiben (Was passiert bspw. wenn ich auf einen Button drücke?). Hier entscheidet sich auch welche Inhalte, wo platziert werden sollen. Darauffolgend können Mockups erstellt werden, die deine App möglichst realitätsgetreu wiedergeben. Im letzten Schritt wird ein Prototyp entwickelt, bei dem die Funktionalität im Vordergrund steht. Der App-Prototyp wird in der Regel auf Basis der Mockups erstellt. Bis zu diesem werden keine Entwickler benötigt.

Danach kann mit der Evaluation begonnen werden. Eine sorgfältige Dokumentation ist dabei ausschlaggebend, um alle Änderungen im Nachhinein nachvollziehen zu können. Ratsam ist es die potenziellen Nutzer von Anfang an miteinzubeziehen. Mithilfe ihrer Meinungen kann die App an die Vorstellungen der Nutzer angepasst und eine langfristige Planung gesichert werden. Oftmals bringen die Nutzer auch eigene Ideen und Denkweisen aus der Sicht der Zielgruppe mit ein, die zur Verbesserung und Erweiterung der App nützlich sein können. Hier liegt der Fokus bei der Fragestellung: Was ist der Nutzen der App und was bietet sie dem Nutzer?

3. Web App, Hybride oder Native?

Weitere wichtige Fragen, die geklärt werden müssen sind:

  • Für welches Betriebssystem soll die App entwickelt werden? Android / iOS / Browser App?
  • Welches Framework soll verwendet werden? Nativ Android / Nativ iOS / Xamarin / React Native / Angular?

Je nach Betriebssystem gibt es unterschiedliche Anforderungen an die Programmierungs-Art, Tools und Werkzeuge. Abhängig von Zeit, Budget und der Zielgruppe muss zu Beginn die Art der App entschieden werden. Soll die gewünschte App eine Web App, Native oder Hybride App werden?
Falls keine gerätespezifischen Funktionen vorhanden sein müssen, kann die App als Web App, auf Basis von HTML5, entwickelt werden. Eine Web App ist vergleichbar mit einer Website, die für Displays von mobilen Endgeräten, angepasst wird. Zudem kann diese Art von App unabhängig vom Betriebssystem genutzt werden und schneller und kostengünstiger entwickelt werden. Wenn jedoch die App bestimmte Smartphone-spezifische Funktionen, wie Kamera-Zugriff, Bewegungssensor oder App-Downloads enthalten soll, ist es ratsam eine native oder hybride App für Android oder iOS zu entwickeln. Es können immer wieder Features hinzugefügt werden, die bei HTML5 begrenzt sind. Zudem sind diese Apps auch offline nutzbar. Weiteres zu dem Thema Web Apps, Hypride und Native Apps lesen Sie hier.

App-Entwicklung - Arten von Apps

4. Responsiveness

Um die App für alle Endgeräte bespielbar zu machen, muss die App, sowie auch das Design, an die unterschiedlichen Bildschirme angepasst werden, also responsive sein. Dabei werden Bildgrößen, Navigation und insbesondere Textmenge- und Länge berücksichtigt. Hierbei ist es wichtig, dass die kleinen Bildschirme nicht mit Informationen und Text überfüllt sind, denn das kann den Nutzer schnell überfordern. Deswegen sollte hier eine Filtration und Reduzierung an Informationen vorgenommen werden.
Je nach App muss entschieden werden, welche und wie viele Informationen nötig sind. Meistens gilt aber: Weniger ist mehr. Dies besagt auch der Trend “Mobile First”.

5. Usability und Performance

Neben den Funktionen sind User Experience und User Design integraler Bestandteil für den Erfolg von Apps im App Store. Das Optische muss für den Nutzer ansprechend sein und die Benutzeroberfläche (User Interface) so designed werden, dass die Benutzbarkeit (Usability) so angenehm wie möglich ist. Das Design hebt dementsprechend den Inhalt und den Nutzen der App hervor. Dieser Schritt steht noch vor der Entwicklung und wird von UX-Design Experten vorgenommen. Außerdem ist es auch hier sinnvoll die Nutzergruppe mit einzubeziehen, um den Arbeitsprozess zu verbessern. Wie sie das Design ihrer App möglichst erfolgversprechend konzipieren erfahren Sie hier.

6. Vermarktung von Apps

Sobald die App-Entwicklung final ist, muss die App dem Publikum und den Usern zur Verfügung gestellt werden. Oft wird die Vermarktung als der Startschuss des App-Erfolgs gesehen. Denn die Reaktionen der Nutzer entscheiden hauptsächlich darüber, wie gelungen und beliebt eine App ist.

Je nach Art der App gibt es mehrere Vermarktungs-Möglichkeiten:
Die unternehmenseigenen Apps können entweder im Enterprise App Store oder in einem öffentlichen App Store vermarktet werden. Welche Vermarktungs-Art passend ist, muss für jede App individuell entschieden werden. Die Vermarktung in den App Stores erfordert nicht nur durch das Hochladen der App, sondern das Befolgen einer ganzen Strategie. Als App Store Optimization, kurz “ASO” versteht man den Vorgang, Apps in den App Stores im Store Ranking zu platzieren und dadurch eine bessere Auffindbarkeit zu erzielen. Der Erfolg hängt zudem stark von den Bewertungen der App (InApp Rating) ab. Je besser und authentischer die App ist, umso höher stehen die Chancen auf eine gute Bewertung. Dadurch steigt zugleich die Chance höhere Downloadzahlen zu erhalten. Um sich sicher zu sein, dass die Applikation final zur Veröffentlichung ist und alle Anforderungen erfüllt wurden, sollte die App im Voraus genauestens getestet werden.

7. Monetarisierung

Vor der Veröffentlichung der App in den App Stores muss entschieden werden, ob die App kostenfrei oder kostenpflichtig ist. Das Ziel eines jeden App-Entwicklers ist die Bekanntheitssteigerung und Monetarisierung seiner App.

Hier gibt es mehrere Ansätze:

  • Kostenlose Apps: Ziel dieser Apps ist es die Bekanntheit zu steigern und möglichst viele Downloads zu erreichen. Der User muss mit Werbeanzeigen rechnen.
  • In-App Käufe: Die App mit den Grundfunktionen ist zunächst kostenfrei. Erweiterungen und zusätzliche Funktionen können bzw. müssen im Weiteren kostenpflichtig erworben werden. Diese Monetarisierungsart ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten. Falls dem Nutzer die App gefällt, ist er auch bereit Erweiterungen zu kaufen.
  • Kostenpflichtige Apps: Diese Apps sind von vornherein kostenpflichtig. Um eine App für einen bestimmten Betrag zu verkaufen, muss diese dem Nutzer einen Mehrwert mit speziellen Funktionen bieten.

8. Rechtliches & Sicherheit

Vor der Veröffentlichung jeder App müssen die rechtlichen Gesichtspunkte klar sein. Gibt es bestimmte Lizenzkosten, kann die App frei und ohne Einschränkungen genutzt werden – wie sieht es mit den Themen Urheberrecht, Markenrecht, Vertragsrecht aus? Diese Fragen müssen vor der Freigabe einer mobilen Applikation mit dem Betreiber geklärt werden, sodass keine rechtlichen Missverständnisse entstehen, die zu hohen Kosten führen können.

Auch muss unbedingt im Voraus klar sein, welche Informationen auf mobilen Geräten veröffentlicht werden dürfen. Je nach Art der App können es unterschiedliche Inhalte sein – Durch die neue DSGVO-Ordnung muss geprüft werden, ob die Veröffentlichung dieser und auch fremder Daten rechtlich erlaubt ist.

9. Trends der App-Entwicklung

  1. Einfaches Design – einfach zu bedienende Navigationselemente einbauen.
  2. Einhaltung des DSGVO Standards.
  3. Laufende Entwicklung
  4. Data Science & Maschinelles Lernen
  5. Einbindung von erweiterter Realität (AR).
  6. Plattformunabhängigkeit – plattformübergreifende App-Entwicklungs-Frameworks nutzen.
  7. Gute Performance – die Funktionsfähigkeit der App garantieren und perfektionieren.
  8. Sicherheit – den unberechtigten Zugriff auf Daten verhindern.
  9. Einbindung ins eigene Ökosystem (ins große Ganze).
  10. Interoperabilität – Zusammenarbeit verschiedener Systeme garantieren.
  11. Fokus auf geschäftsorientierte Lösungen – definierte Unternehmensziele erreichen.

Fazit

Bei der App-Entwicklung sind einige wichtige Faktoren zu beachten, damit die App in dem wachsenden Markt konkurrenzfähig ist und bleibt. Dieser Blog Post soll Ihnen einen ersten Einblick in die Anforderungen bei dem Entwickeln mobiler Apps geben. Für eine individuelle Lösung sollten allerdings Experten als helfende Instanz herangezogen werden. Wir als Stuttgarter App-Agentur bieten Ihnen Full-Service Leistungen im Bereich App-Entwicklung an. Kontaktieren Sie uns gerne. Unsere Experten stehen Ihnen bei einer erfolgreichen App-Entwicklung und Optimierung zur Seite.

Prozess einer App-Entwicklung

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