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Aleksandra Zlotnyk - 08. February 2017 - 12 Minuten fürs Lesen


Jedes Unternehmen will die eigene App im App Store möglichst sichtbar und präsent gestalten. Doch wie finden potenzielle Nutzer Ihre App in den App Stores von Apple oder Google?
App Store Optimierung, kurz ASO ist die Lösung und das Hilfsmittel, um Ihre App in den jeweiligen Stores besser auffindbar zu machen.

Der Begriff ASO hat für einen App Store Spezialisten die gleiche Bedeutung, wie der im Online-Marketing gängige Begriff SEO (Search Engine Optimization) für einen Online-Marketer.

So stark, wie SEO zum Erfolg einer Website und ihrer Auffindbarkeit im Netz beiträgt, genauso wichtig ist ASO für den App-Erfolg und die Auffindbarkeit in den App Stores.
Folglich verbessert die App Store Optimierung das Ranking einer App in den App Stores und führt damit zu höheren Downloadzahlen und zu mehr Popularität. Durch eine optimierte Präsentation einer App in den App Stores, sei es Google Play Store oder der Apple AppStore und der Auswahl der richtigen Keywords kann Ihre App bei den Suchergebnissen auf Top-Plätzen landen und mehr organische Downloads[1] erhalten (= unbezahlten). Bei nicht-organischen Downloads ist die Auffindbarkeit der App kostenpflichtig.

Es gibt heute Millionen von Apps, allein im Google Play Store über 2.5 Millionen Apps aus unterschiedlichsten Kategorien (vgl. OnPage.org GmbH 2016). Folglich ist klar, dass bei diesen Mengen viele, bzw. die meisten Apps untergehen und sich umso stärker beweisen und gegen andere Apps durchsetzen müssen. Genau das ist das Ziel von ASO, die Verbesserung der Sichtbarkeit der Apps. Damit soll eine Conversion erreicht werden. Dies bedeutet, dass aus einem Besucher oder Interessenten ein Käufer werden soll, der einen Download tätigt.

Jeder Download einer App bedeutet wiederum bei kostenpflichtigen Apps

eine Umsatzsteigerung

Steigerung der Markenbekanntheit, (falls die App für das Branding genutzt wird)

Steigerung der generellen Bekanntheit, (wenn die App durch Werbung beworben wurde)

Sammeln von Benutzerdaten, um schließlich User-generierte Inhalte zu bieten und diese auf deren Interessen auszurichten.

Bevor die einzelnen Inhalte von ASO ausführlich vorgestellt werden, ist es zunächst interessant zu erfahren, wie sich Nutzer bzw. potenzielle Interessenten in den App Stores verhalten. Um ASO richtig zu beherrschen, ist es notwendig zu wissen, wie Menschen in den App Stores nach den Apps suchen. Dies erfolgt in 4 Kategorien (vgl. Pusch 2016).

1. Zu 80% wird nach Themenfeldern und Interessen gesucht. Dabei werden Nominative zu unterschiedlichen Themen verwendet, z.B Yoga, Fitness, Romane

2. Zu 10% werden grobe übergreifende Inspirationsbegriffe eingegeben. Hierbei wissen die Nutzer nicht genau, wonach sie suchen, weshalb ihre Sucheingaben nicht präzise sind, z.B kostenlose Bücher, Strategiespiele

3. Zu 5% werden funktionale Begriffe eingegeben. Hier wissen die Nutzer, wonach sie suchen und erwarten ein konkretes Lösungsangebot für ihr Bedürfnis bzw. Problem haben, z.B Wettervorhersage, Kuchenrezepte, Musik kostenlos hören

4. Bei den letzten % wird nach Marken gesucht. Bei starken Marken ist dies ein großer Vorteil, da sie leicht gefunden werden können, z.B Facebook, Spotify, H&M

Im Online-Marketing gibt es Call-to-Action-Buttons. Analog dazu ist es beim ASO der Button “Installieren”. Damit die Besucher aber die App installieren, müssen sie von dieser überzeugt werden. Dazu gibt es einige unerlässliche Punkte beim App Store, die professionell und detailliert ausgearbeitet werden müssen.
Hierbei wird zwischen On- und Off-Metadaten unterschieden.

Zu den On-Metadaten gehören der Titel und Beschreibung der App, die Keywords, Icon-Gestaltung und Screenshots.

Titel der App: Dieser muss präzise, interessant und klar sein.

Screenshots: Es reicht nicht aus, nur Screenshots vom Device zu machen, das Ziel ist es, dem User zu erklären, was die App macht und wie sie funktioniert. Deshalb müssen die Screenshots bedacht gemacht werden, da sie die Besonderheit und den Nutzen der App darstellen. Zudem ist es ratsam die Screenshots zu lokalisieren. So sollten im deutschen Play Store die Bilderüberschriften auch in deutscher Sprache verfasst sein.
So ist es bei der App Evernote, einem Organisationstool, der dem Nutzer erlaubt, alle Informationen, Notizen, Skizzen u.s.w an einem Ort zu speichern und von überall abzurufen. Die klaren und detaillierten Screenshots zeigen die Funktionsweise der App sowie was sie dem Nutzer bietet.

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Video: Die Vorteile können auch durch Videos gut und interessant dargestellt werden. Durch die Video-Option lassen sich die App und dessen Nutzung noch authentischer darstellen und können überzeugend gestaltet werden.

Icons: Die kleinen Anzeigebilder sollten klare Formen haben. Diese sollten sich in ihrer Kategorie abheben und die Bilder aufmerksamkeitserregend sein. Besser ist es, keine Wörter in den Icons selbst zu nutzen, diese ganz einfach zu halten und an die ganze App und dessen Stil anzupassen.

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So erkennt der Nutzer beim ersten Blick auf den Icon, dass es sich bei der App Arbeitszeugnis um Interpretation und Richtigkeit von Dokumenten handelt. Der Titel erklärt die App letztendlich.

Beschreibung der App: Diese sollte überzeugend sein, sodass der Nutzer die App herunterladen will. Es müssen die wichtigsten Keywords enthalten sein, damit der Nutzer die App schnell findet. Der Vorteil und Nutzen der App müssen aus der Beschreibung hervorgehen und sofort klar werden, damit das Interesse daran geweckt wird. Hier ist es ratsam kurze und prägnante Sätze zu schreiben und klare Argumente zu bringen. Auch sorgt eine klare Struktur und Gliederung für besseren Überblick. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, es sollten keine Versprechen gemacht werden, die die App nicht erfüllen kann. Der Nutzer erwartet nämlich exakt das von der App, was er gelesen hat.

Keywords: Die Wahl richtiger Keywords ist nicht einfach, sie sollen das Produkt möglichst gut erklären und relevant sein, gleichzeitig bekannt sein, aber wenig Wettbewerb haben. Bei großem Wettbewerb auf ein Keyword kommt es auf andere weitere Faktoren an, wie hoch eine App gerankt wird.

Zu den Off-Metadaten gehören die Ratings und Bewertungen, die Updates und Aktivitäten, Preise und Installationen bzw. Deinstallationen.

Ratings: Darunter versteht man die Sternenbewertung in den App Stores und die Kommentare. Hier wird herausgefunden, wie oft man einem Nutzer eine Aufforderung zur Bewertung zukommen lassen kann, ohne dass es nervig ist. Es können nämlich negative Kommentare dadurch erscheinen. Positive Kommentare sind stattdessen ein wichtiger Faktor für steigende Downloadzahlen.

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Updates und Aktualität: Wurde eine App über einen längeren Zeitraum nicht aktualisiert, fragen sich die Nutzer, ob die App noch weiterentwickelt wird oder Fehler behoben werden. Hier kann unser automatisierter Store Upload Prozess helfen, Ihre App möglichst attraktiv dem Nutzer zu präsentieren, auch wenn sich nichts an der App verändert hat.

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Preis: Trotz der Neuigkeit mancher Apps muss im Voraus klar überlegt werden, wer die Zielgruppe ist und wie viel die Leute bereit sein werden, dafür zu zahlen.

Installationen, Deinstallationen: Die Zahl ist ausschlaggebend für das Ranking der App in den App Stores. Je mehr Downloads, desto erfolgreicher das Ranking. Umgekehrt das Gleiche: je mehr Deinstallationen, desto schlechter die Bewertung.
Die Zahlen müssen regelmäßig überprüft und aktuell gehalten werden, um so den Erfolg Ihrer App messen zu können oder mögliche Verbesserungen durchzuführen.

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Speziell für Google Play gilt auch der Faktor der Backlinks. Die Zahl der Backlinks auf die App-Seite im App Store steigert das Ranking.

Die Hauptquelle zum Informieren über neue Apps erfolgt in den App Stores. Knapp 63% aller Nutzer erfahren über die Apps bzw. entdecken welche beim Durchsuchen von App Stores (vgl. Ewald 2015). Damit ist es eine der wichtigsten Vermarktungsstellen für Apps. Deswegen ist ASO notwendig für die Absatzsteigerung und Erfolg von Apps.

Sie haben eine App und möchten diese möglichst erfolgreich im App Store platzieren? Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Zusammen analysieren wir den aktuellen Stand ihrer App und entwickeln eine passende Strategie für die App Stores.
Kontaktieren Sie uns telefonisch (+49 (0)711 21723730) oder per E-Mail (hello@bitfactory.io).

[1] Organische Downloads: Genauso wie bei SEO kann auch bei ASO sowohl bezahlte (unorganische), als auch organische (unbezahlte) Auffindbarkeit von Ergebnis eingestellt werden. Damit die Apps in den App Stores besser gerankt werden als andere, müssen gewisse Kriterien der App Store Optimierung erfüllt werden (siehe Text)


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